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Belgien / Niederlande, 2023
Mit Thibaud Dooms, Natali Broods, Boris Van Severen, Sarah Vandeursen, Dirk Roofthooft, Colin H. Van Eeckhout, Dolores Bouckaert
Regie: Koen Mortier
Liam wächst in einer Familie auf, in der Gewalt, Drogenexzesse und Missbrauch herrschen. Als er der Hölle seiner Eltern entrissen wird und in die Obhut einer staatlichen Einrichtung für traumatisierte Jugendliche gerät, stellt sich die Frage, ob Liam seiner Vergangenheit entkommen kann.
Der neue Film von Koen Mortier, Regisseur von Ex Drummer. Ein Tauchgang in menschliche Abgründe und das unbewältigte Trauma einer zerstörten Kindheit. Gnadenlos, verstörend und unfassbar intensiv gespielt von Thibaud Dooms (ausgezeichnet für seine Rolle als European Shooting Star 2024). Ausgezeichnet bei den Tallinn Black Nights, beim Film Festival Oostende und beim Fantasy Filmfest.
Als die Behörden endlich aktiv werden und den 17-jährigen Liam aus seinem von Gewalt, Drogenexzessen und Missbrauch geprägten Elternhaus befreien, kommt er in die Obhut einer staatlichen Einrichtung für traumatisierte und schwer erziehbare Jugendliche. Dort soll dem Jungen dabei geholfen werden, die Schrecken der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Wut, Hass und Verzweiflung sitzen tief, Angst hemmt die Bereitschaft sich zu öffnen, und auf jeden Schritt nach vorn folgen zwei nach hinten. Zwar geraten die Jugendlichen in der Einrichtung endlich in Kontakt mit Empathie und Verständnis, doch zeigen sich schnell auch die institutionellen Probleme von Machtlosigkeit und Überforderung. Nicht nur entlang dieser Grenzen des Möglichen, sondern vor allem auch anhand der eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen Liam und einem anderen Jugendlichen entbrennt die Frage danach, ob und auf welche Weise sich die Spirale der Gewalt überwinden lässt.
„Es ist nicht übertrieben, Mortiers neuestes Werk als Ex Drummer Jr. zu beschreiben.“ ScreenAnarchy
„Kein herkömmliches Sozialdrama, sondern eine gnadenlose Anatomie der Zerstörung. Koen Mortier zeigt meisterhaft, wie Gewalt die DNA eines Menschen vergiftet, bis jede Hilfe zu spät kommt. Ein schmerzhaftes, audiovisuelles Inferno, das die Zuschauerschaft fassungslos zurücklässt.“ Der Watchdog