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Oscar Restrepos Besessenheit von der Poesie hat ihm bislang keinen Ruhm gebracht. Er ist zum lebenden Klischee des erfolglosen Dichters geworden, launisch, oft betrunken und ständig pleite. Als er Yurlady begegnet – einer Teenagerin aus der sozialen Unterschicht mit erstaunlichem Talent – keimt ein Funken Licht in seinem Schattendasein auf. Seine Idee, sie beim Poesiefestival Medellins vorzustellen, scheint zu seinem nächsten großen Fehltritt zu werden.
Un Poeta ist die warmherzige, zugleich scharfzüngige Tragikomödie des kolumbianischen Regisseurs Simón Mesa Soto, die 2025 in Cannes im Wettbewerb Un Certain Regard mit dem Jurypreis ausgezeichnet wurde. Mit viel schwarzem Humor, präziser Sozialbeobachtung und einem herausragenden Hauptdarsteller Ubeimar Ríos erzählt der Film von einem gescheiterten Dichter, der in der Begegnung mit einer jungen Schülerin eine letzte künstlerische Hoffnung findet. Gedreht auf 16mm, verbindet Un Poeta Nostalgie mit einer modernen, punkigen Energie, die Lateinamerika aus einer neuen Perspektive zeigt. Ein satirisches und zugleich zutiefst ernsthaftes Nachdenken über die Bedeutung von Kunst.
Simón Mesa Soto ist ein kolumbianischer Regisseur und Drehbuchautor. Geboren in Medellín, studierte er audiovisuelle Kommunikation an der Universidad de Antioquia, wo er später auch als Dozent für Filmschnitt tätig war. Anschließend zog er nach Großbritannien, um sein Filmstudium an der renommierten London Film School zu absolvieren. Sein Abschlussfilm Leidi wurde 2014 bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. Auch sein Spielfilmdebüt Amparo (2021) feierte seine Premiere in Cannes – im Rahmen der Semaine de la Critique – und wurde dort mit dem Louis Roederer Foundation Rising Star Award geehrt. Mit Un Poeta (2025) war Mesa Soto erneut in Cannes vertreten, diesmal in der Sektion Un Certain Regard, wo der Film mit dem Jurypreis ausgezeichnet wurde.
“Gelobt für sein meditatives Tempo und seine vielschichtige Erzählweise fängt Un Poeta die zerrissene Seele eines Schriftstellers in einer von Gewalt und Schönheit geprägten Gesellschaft ein.” Jurypreis Un Certain Regard Cannes 2025
“Ein wirklich einzigartiges Kinoerlebnis” Variety
“Ungemein einnehmend” Indiewire
„Satirisches Kino in Reinform“ Film Fest Report
„Eine scharfsinnige Meta-Meditation über die Bedeutung des künstlerischen Schaffens“ Next Best Picture